Warum eigentlich Schiedsrichter werden?!

Alle Jahre wieder… findet im Südbadischen Fußballverband (SBFV) der Schiedsrichter-Neulingslehrgang statt. Bei uns im Bezirk Baden-Baden geht es am 3. Februar 2017 los und an ingesamt 5 Terminen lernen Interessenten die theoretischen Grundlagen, legen im Anschluss daran ihre Prüfung ab und können dann idealerweise schon in der anstehenden Rückrunde als Schiedsrichter (in der Regel) in Jugendspielen auch praktisch die Spielleitung übernehmen.

Klingt einfach aber trotzdem mangelt es wie allerorts auch bei uns an Nachwuchs und einer ausreichend hohen Anzahl an Schiedsrichtern. Gründe dafür gibt es sicherlich viele, aber darum soll es jetzt nicht gehen. Stattdessen will ich jetzt mal aus persönlicher Sicht und Erfahrung die TOP-3 nennen, warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden und auch zu bleiben (und nicht bei den ersten Hindernissen aufzugeben). Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! weiterlesen

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Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht der Fitness wegen…

Dieser Beitrag ist Teil der kleinen Serie Warum eigentlich Schiedsrichter werden?!, in der ich im Hinblick auf die vielerorts bald beginnenden Schiedsrichter-Neulingslehrgänge mal aus ganz perönlicher Sicht meine TOP-3 der Gründe aufzähle, warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden und warum ich es bis heute auch selber nicht bereut habe.

Weitere Teil der Serie sind:

 

Fitness

Neben der Regelkenntnis ist (aufgrund der Größe des Fußballfeldes und der Dauer eines Spiels) die körperliche Fitness einer der Grundpfeiler eines jeden Fußball-Schiedsrichters. Gute Vorsätze mehr Sport zu machen treffen die meisten von uns wahrscheinlich jedes Jahr an Neujahr – die Schiedsrichterei wirkt hier wie ein positiver Zwang. Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht der Fitness wegen… weiterlesen

Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht der persönlichen Entwicklung wegen…

Dieser Beitrag ist Teil der kleinen Serie Warum eigentlich Schiedsrichter werden?!, in der ich im Hinblick auf die vielerorts bald beginnenden Schiedsrichter-Neulingslehrgänge mal aus ganz perönlicher Sicht meine TOP-3 der Gründe aufzähle, warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden und warum ich es bis heute auch selber nicht bereut habe.

Weitere Teil der Serie sind:

 

Persönliche Entwicklung

Wir alle sind die Summe dessen was wir in unserem bisherigen Leben gelernt und beigebracht bekommen haben. Wir können nicht nichts tun. Und wir können auch nicht keine Erfahrungen sammeln. Die Schiedsrichterei ist für mich eine sehr intensive und prägende Tätigkeit und mit vielen Vorteilen für die persönliche Entwicklung. Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht der persönlichen Entwicklung wegen… weiterlesen

Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht wegen dem Miteinander…

Dieser Beitrag ist Teil der kleinen Serie Warum eigentlich Schiedsrichter werden?!, in der ich im Hinblick auf die vielerorts bald beginnenden Schiedsrichter-Neulingslehrgänge mal aus ganz perönlicher Sicht meine TOP-3 der Gründe aufzähle, warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden und warum ich es bis heute auch selber nicht bereut habe.

Weitere Teil der Serie sind:

 

Miteinander

Der Eine oder Andere wird sich jetzt sicherlich die Augen reiben: der Schiedsrichter ist doch immer nur die ärmste Sau auf dem Fußballplatz und ich rede hier was von „Miteinander“. Es ist schon richtig, dass man vor allem in der Jugende und in den unteren Klassen jeden Spieltag alleine seinen Mann oder seine Frau stehen und eben auch durch die ein oder andere unschöne Situation durch muss. Aber Schiedsrichterei ist mehr und findet vor allem auch abseits des Platzes statt.

Die Schiedsrichter sind innerhalb eines Landesverbands in Bezirken, Gruppen und/oder Kreisen organisiert. Jede Gruppe ist wie ein kleiner Verein mit Kameradinnen und Kameradinnen vom 14-jährigen Neulig über den gerade volljährig gewordenen Senkrechtstarter, der schon in der Verbandsliga pfeift sowie in der Oberliga an der Linie assistiert und den gestanden Liga-Schiedsrichter (so nennen wir im SBFV die Schiedsrichter als Landesliga aufwärts), der trotz Frau und 2 Kindern immer noch seine Sonntage opfert, bis hin zum alten Passiv-Schiedsrichter, der zwar nicht mehr aktiv pfeifen aber trotzdem noch Anekdoten aus der Vergangenheit und seine Erfahrungen weitergeben kann. Diese Vielfalt und der (überwiegend) vorhandene Zusammenhalt untereinander ist einfach auch ein großer Mehrwert. Auf dem Platz sind wir Einzelkämpfer, neben dem Platz sind wir mindestens Kameraden – trotz aller Konkurrenzsituationen – wenn nicht gar mehr oder weniger gute Freunde.

Das „Alleine auf dem Platz“ relativiert sich im SBFV ab der Landesliga (in anderen Landesverbänden ist das eventuell anders), denn ab dann sich wir im Gespann unterwegs, d.h. Schiedsrichter und 2 Schiedsrichter-Assistenten. Zu dritt gestaltet sich natürlich nicht nur die Spielleitung einfacher – 6 Augen sehen mehr als nur 2 – sondern macht auch die Fahrt zum Spiel etwas weniger langweilig.

Ab der Ladeslige kommt es innerhalb einer Saison einige Male vor, dass mal vom oberen Zipfel bis an den Bodensee fahren muss oder umgekehrt. Das sind dann schon mal Strecken von etwas über 200 km und Fahrtzeiten von bis zu 2,5 Stunden. Bei solchen Fahrten tut es dann gut wenn man sich mit den anderen Kameraden, die ja manchmal auch schon zu guten Freunden geworden sind, unterhalten kann. Wichtig aus meiner Sicht: es sollte gerade auf langen Fahrten nicht nur um Fußball gehen, denn sonst hat jeder davon schon die Nase voll bevor man am Spielort eintrifft und das fördert nicht gerade Konzentration und Leistung im Spiel.

Die bereits angesprochene Freundschaft, die sich über die Zeit zwischen Schiedsrichter-Kameraden allgemein sowie ganz besonders zwischen Schiedsrichter und seinen Assistenten aufbaut, kommt nicht automatisch. Fördernd ist es allemal auch abseits der Schiedsrichterei etwas gemeinsam zu unternehmen. Warum nicht mal nach dem Spiel am Bodensee bei strahlendem Sonnenschein die Füße in eben diesem baumeln lassen, sich nach einem Spiel gemeinsam in der Sauna oder eine anderen Wellness-Oase entspannen oder sich mit anderen Kollegen/Gespannen am Sonntag-Abend nach den erfolgten Spielleitungen auf ein Feierabendbier (oder eine Cola für die jüngeren Kameraden) treffen? Haben wir alles schon gemacht und in guter Erinnerung behalten. Solche Aktivitäten sind es auch, die dazu beitragen, dass man auch noch mit Ex-Schiedsrichtern gute Kontakte pflegt, die ihre Pfeife schon an den berühmten Nagel gehängt haben.

Und deshalb gehören „Miteinander und Kameradschaft“ zu meinen TOP-3 warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden.

Und vielleicht ist auch deshalb des Motto des diesjährigen Schiedsrichter-Neulingslehrgangs im Bezirk Baden-Baden das Motto „Miteinander statt gegeneinander“. Aber da hatte ich meine Finger nicht im Spiel 😉

Die neuen Spielnotizkarten und die Kälte

Vor einiger Zeit hatte ich ja darüber geschrieben, dass ich nun neue Spielnotizkarten benutze. Was die ersten Probleme beim Eintragen von Personalstrafen angeht, habe ich mich damit nun schon einigermaßen umgewöhnt – der Mensch ist ja ein Gewöhnungstier. Die neuen Spielnotizkarten und die Kälte weiterlesen

Timo Werner gibt Schwalbe zu – etwas spät

Es war DIE Szene des 13. Bundesliga-Spieltags: das vermeintliche Foulspiel vom Schalker Torhüter Ralf Fährmann am Leipziger Timo Werner.

Was war passiert? Timo Werner dringt ballführend mit hohem Tempo in den Strafraum sein, verfolgt vom Schalker Abwehrspieler Naldo. Der Schalker Schluss kommt heraus, um den Spieler abzudrängen, rutscht nach dem Ball und zieht deutlich die Arme zurück nachdem er merkt, dass sich der Leipziger Angreifer den Ball viel zu weit vorgelegt hat, Werner fällt trotz keiner Berühung, Pfiff, blankes Entsetzen, Verwarnung für den Torhüter, Strafstoß – und eine Szene, die in jedem Saisonrückblick zu sehen sein wird. Timo Werner gibt Schwalbe zu – etwas spät weiterlesen

Auswechslung bei der Spielnotizkarte

Seit ich 2001 meine Schiedsrichterprüfung abgelegt gabe es schon viele unverzichtbare Schiedsrichter-Utensilien, die nach und nach ausgetauscht wurden: Fußballschuhe, die Sporttasche, die Pfeifen, Gelbe und Rote Karten, Wählmarken, Uhren, Trikots, unzählige Kugelschreiben und und und… Aber 2 Dinge habe mich von Anfang an begleitet: mein Schiedsrichter-Mäppchen von der Schiedsrichtervereinigung Baden-Baden und die b+d Spielnotizkarte.

Eben jene Spielnotizkarte ist nun das nächste Utensil, das ich nun austausche. Denn insbesondere mit dem elektronischen Spielbericht im DFBnet sind für uns Schiedsrichter jetzt einige Anforderungen hinzugekommen, für welche die altbewährte Spielnotizkarte einfach nicht mehr ganz passend ist. Als mein aktueller Vorrat wieder mal zur Neige ging habe ich mich neulich also mal umgesehen … Auswechslung bei der Spielnotizkarte weiterlesen

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Hallo Fußball- und Schiedsrichter-Welt

Nachdem meine Regelfragen-Seite www.schiedsrichtig.de jetzt schon eine zeitlang besteht und auch den ein oder anderen Benutzer anlockt habe ich mir mal Gedanken gemacht wie man diese Seite attraktiver, moderner und praxisorientierter gestalten könnte. Das Brainstorming hat so einige interessante Ideen hervorgebracht, die sich beim anstehenden Relaunch zeigen werden.

Eine Idee, um die Seite attraktiver zu machen ist ein paralleler Weblog/Blog, der hiermit „Hallo Fußball- und Schiedsrichter-Welt“ sagt. Immer nur Regelfragen beantworten ist auf Dauer etwas langweilig, außerdem lässt Schiedsrichtig (aktuell) noch keine großartige Konversation zu und es gibt viele interessante Themen aus der Fußball- und Schiedsrichter-Welt, die es wert sind erwähnt und diskutiert zu werden.

Mit dieser Idee ist dieser Blog unter der Domain www.schiedsrichtig.blog angetreten und ich bin selber mal gespannt wie es sich entwickelt. Jetzt legen wir aber erstmal los und ich freue mich über Feedback, Kommentare, Verbesserungsvorschläge oder einfach auch nur Kontakt mit Leserinnen und Lesern.

Und Anpfiff…