Chapeau, Sascha Thielert!

Das Spiel Borussia Dortmund – RB Leipzig am 19. Spieltag der Saison 2016/17 wird in vielerlei Hinsicht in Erinnerung bleiben. Leider auch wegen den unschönen Szenen außerhalb des Stadiens sowie die geschmacklosen Banner im Stadion. Nichts gegen Emotionen im Fußball – aber irgendwo gibt es Grenzen, die hier überschritten wurden. Egal wie man zu RB Leipzig steht, so Aktionen gehen einfach nicht und machen den Fußball kaputt. Hoffen wir mal, dass es nicht dazu kommt und die Verantwortlichen Lehren und Konsequenzen ziehen.

Aber darum soll es hier in diesem Beitrag nicht gehen. Mir geht es um die 94. Spielminute (bei angezeigten 3 Minuten Nachspielzeit) eines hochintensiven Spiels. Ein Spiel mit jeder Menge hochklassigen Spielsituation und Torchancen. Ein Spiel, das Broussia Dortmund ob der Vielzahl der Chancen schon längst für sich hätte entscheiden müssen. Haben sie aber nicht. Und dann kam die 94. Spielminute… Chapeau, Sascha Thielert! weiterlesen

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(Leicht) Off-Topic: Fußballverbands Niederrhein sucht einen neuen „Verbandsadministrator“

Über eine News im DFBnet bin ich gerade auf eine Stellenausschreibung des Fußballverbands Niederrhein aufmerksam geworden – und nach kurzer Überlegung habe ich mich entschieden auch mal ei Off-Topic hier zu posten. Es geht um eine Vollzeitstelle eines Referenten für IT und Neue Medien – schon in der Ausschreibung als „Verbandsadmistrator – an der Sportschule Wedau.

Laut der offiziellen Stellenausschreibung IT und Neue Medien gehören auch Kontakte zu anderen Gremien und dem DFB zum Verantwortungsbereich und wie man weiß tummeln sich in Duisburg auch ab und an die Bundesliga-Schiedsrichter 😉

Vielleicht erreicht diese Post ja einen IT-affinen Schiedsrichter, der sich so etwas vorstellen kann und quasi seine Verbundenheit zum Fußball auch darüber ausleben möchte…

Zeitstrafen als sinnvolle Ergänzung der Personalstrafen?

Heute stand in der Welt kompakt der Artikel „Schiedsrichter-Chef forder Zeistrafen in der Bundesliga“. Im Artikel wird erwähnt, dass sich der frühere Bundesliga-Schiedsrichter und jetzige Chef der Schiedsrichter des DFB Lutz Michael Fröhlich dafür ausspricht. Außerdem wird der derzeitige Trainer des TSG Hoffenheim Julian Nagelsmann erwähnt, der ebenfalls „für die Einführung von Zeitstrafen plädiert“. Zeitstrafen als sinnvolle Ergänzung der Personalstrafen? weiterlesen

Stutzen zu den Schiedsrichter-Trikots 2014

Eines muss man Adidas lassen: Sie wissen wie man Geld verdient. Insbesondere auch als Ausstatter der Schiedsrichter in Deutschland sowie bei den großen Turnieren und internationalen Wettbewerben.

Alle 2 Jahre gibt es eine neue Schiedsrichter-Trikot-Kollektion mit kleinen Details, die verhindern, dass sich neue Trikost mit alten Hosen und/oder Stutzen so kombinieren lassen, dass es auch farblich noch zusammenpasst. Der Schiedsrichter steht dann irgendwann vor einem Problem, dass er sich fast zwangsläufig neue Triokots kaufen muss weil insbesondere die Stutzen kaputt oder vom vielen Waschen nicht mehr schön aussehen falls er nicht als „Paradiesvogel“ über den Fußballplatz laufen will. Stutzen zu den Schiedsrichter-Trikots 2014 weiterlesen

Warum eigentlich Schiedsrichter werden?!

Alle Jahre wieder… findet im Südbadischen Fußballverband (SBFV) der Schiedsrichter-Neulingslehrgang statt. Bei uns im Bezirk Baden-Baden geht es am 3. Februar 2017 los und an ingesamt 5 Terminen lernen Interessenten die theoretischen Grundlagen, legen im Anschluss daran ihre Prüfung ab und können dann idealerweise schon in der anstehenden Rückrunde als Schiedsrichter (in der Regel) in Jugendspielen auch praktisch die Spielleitung übernehmen.

Klingt einfach aber trotzdem mangelt es wie allerorts auch bei uns an Nachwuchs und einer ausreichend hohen Anzahl an Schiedsrichtern. Gründe dafür gibt es sicherlich viele, aber darum soll es jetzt nicht gehen. Stattdessen will ich jetzt mal aus persönlicher Sicht und Erfahrung die TOP-3 nennen, warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden und auch zu bleiben (und nicht bei den ersten Hindernissen aufzugeben). Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! weiterlesen

Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht der Fitness wegen…

Dieser Beitrag ist Teil der kleinen Serie Warum eigentlich Schiedsrichter werden?!, in der ich im Hinblick auf die vielerorts bald beginnenden Schiedsrichter-Neulingslehrgänge mal aus ganz perönlicher Sicht meine TOP-3 der Gründe aufzähle, warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden und warum ich es bis heute auch selber nicht bereut habe.

Weitere Teil der Serie sind:

 

Fitness

Neben der Regelkenntnis ist (aufgrund der Größe des Fußballfeldes und der Dauer eines Spiels) die körperliche Fitness einer der Grundpfeiler eines jeden Fußball-Schiedsrichters. Gute Vorsätze mehr Sport zu machen treffen die meisten von uns wahrscheinlich jedes Jahr an Neujahr – die Schiedsrichterei wirkt hier wie ein positiver Zwang. Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht der Fitness wegen… weiterlesen

Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht der persönlichen Entwicklung wegen…

Dieser Beitrag ist Teil der kleinen Serie Warum eigentlich Schiedsrichter werden?!, in der ich im Hinblick auf die vielerorts bald beginnenden Schiedsrichter-Neulingslehrgänge mal aus ganz perönlicher Sicht meine TOP-3 der Gründe aufzähle, warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden und warum ich es bis heute auch selber nicht bereut habe.

Weitere Teil der Serie sind:

 

Persönliche Entwicklung

Wir alle sind die Summe dessen was wir in unserem bisherigen Leben gelernt und beigebracht bekommen haben. Wir können nicht nichts tun. Und wir können auch nicht keine Erfahrungen sammeln. Die Schiedsrichterei ist für mich eine sehr intensive und prägende Tätigkeit und mit vielen Vorteilen für die persönliche Entwicklung. Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht der persönlichen Entwicklung wegen… weiterlesen

Warum eigentlich Schiedsrichter werden?! Vielleicht wegen dem Miteinander…

Dieser Beitrag ist Teil der kleinen Serie Warum eigentlich Schiedsrichter werden?!, in der ich im Hinblick auf die vielerorts bald beginnenden Schiedsrichter-Neulingslehrgänge mal aus ganz perönlicher Sicht meine TOP-3 der Gründe aufzähle, warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden und warum ich es bis heute auch selber nicht bereut habe.

Weitere Teil der Serie sind:

 

Miteinander

Der Eine oder Andere wird sich jetzt sicherlich die Augen reiben: der Schiedsrichter ist doch immer nur die ärmste Sau auf dem Fußballplatz und ich rede hier was von „Miteinander“. Es ist schon richtig, dass man vor allem in der Jugende und in den unteren Klassen jeden Spieltag alleine seinen Mann oder seine Frau stehen und eben auch durch die ein oder andere unschöne Situation durch muss. Aber Schiedsrichterei ist mehr und findet vor allem auch abseits des Platzes statt.

Die Schiedsrichter sind innerhalb eines Landesverbands in Bezirken, Gruppen und/oder Kreisen organisiert. Jede Gruppe ist wie ein kleiner Verein mit Kameradinnen und Kameradinnen vom 14-jährigen Neulig über den gerade volljährig gewordenen Senkrechtstarter, der schon in der Verbandsliga pfeift sowie in der Oberliga an der Linie assistiert und den gestanden Liga-Schiedsrichter (so nennen wir im SBFV die Schiedsrichter als Landesliga aufwärts), der trotz Frau und 2 Kindern immer noch seine Sonntage opfert, bis hin zum alten Passiv-Schiedsrichter, der zwar nicht mehr aktiv pfeifen aber trotzdem noch Anekdoten aus der Vergangenheit und seine Erfahrungen weitergeben kann. Diese Vielfalt und der (überwiegend) vorhandene Zusammenhalt untereinander ist einfach auch ein großer Mehrwert. Auf dem Platz sind wir Einzelkämpfer, neben dem Platz sind wir mindestens Kameraden – trotz aller Konkurrenzsituationen – wenn nicht gar mehr oder weniger gute Freunde.

Das „Alleine auf dem Platz“ relativiert sich im SBFV ab der Landesliga (in anderen Landesverbänden ist das eventuell anders), denn ab dann sich wir im Gespann unterwegs, d.h. Schiedsrichter und 2 Schiedsrichter-Assistenten. Zu dritt gestaltet sich natürlich nicht nur die Spielleitung einfacher – 6 Augen sehen mehr als nur 2 – sondern macht auch die Fahrt zum Spiel etwas weniger langweilig.

Ab der Ladeslige kommt es innerhalb einer Saison einige Male vor, dass mal vom oberen Zipfel bis an den Bodensee fahren muss oder umgekehrt. Das sind dann schon mal Strecken von etwas über 200 km und Fahrtzeiten von bis zu 2,5 Stunden. Bei solchen Fahrten tut es dann gut wenn man sich mit den anderen Kameraden, die ja manchmal auch schon zu guten Freunden geworden sind, unterhalten kann. Wichtig aus meiner Sicht: es sollte gerade auf langen Fahrten nicht nur um Fußball gehen, denn sonst hat jeder davon schon die Nase voll bevor man am Spielort eintrifft und das fördert nicht gerade Konzentration und Leistung im Spiel.

Die bereits angesprochene Freundschaft, die sich über die Zeit zwischen Schiedsrichter-Kameraden allgemein sowie ganz besonders zwischen Schiedsrichter und seinen Assistenten aufbaut, kommt nicht automatisch. Fördernd ist es allemal auch abseits der Schiedsrichterei etwas gemeinsam zu unternehmen. Warum nicht mal nach dem Spiel am Bodensee bei strahlendem Sonnenschein die Füße in eben diesem baumeln lassen, sich nach einem Spiel gemeinsam in der Sauna oder eine anderen Wellness-Oase entspannen oder sich mit anderen Kollegen/Gespannen am Sonntag-Abend nach den erfolgten Spielleitungen auf ein Feierabendbier (oder eine Cola für die jüngeren Kameraden) treffen? Haben wir alles schon gemacht und in guter Erinnerung behalten. Solche Aktivitäten sind es auch, die dazu beitragen, dass man auch noch mit Ex-Schiedsrichtern gute Kontakte pflegt, die ihre Pfeife schon an den berühmten Nagel gehängt haben.

Und deshalb gehören „Miteinander und Kameradschaft“ zu meinen TOP-3 warum es sich lohnt Schiedsrichter zu werden.

Und vielleicht ist auch deshalb des Motto des diesjährigen Schiedsrichter-Neulingslehrgangs im Bezirk Baden-Baden das Motto „Miteinander statt gegeneinander“. Aber da hatte ich meine Finger nicht im Spiel 😉

Die neuen Spielnotizkarten und die Kälte

Vor einiger Zeit hatte ich ja darüber geschrieben, dass ich nun neue Spielnotizkarten benutze. Was die ersten Probleme beim Eintragen von Personalstrafen angeht, habe ich mich damit nun schon einigermaßen umgewöhnt – der Mensch ist ja ein Gewöhnungstier. Die neuen Spielnotizkarten und die Kälte weiterlesen