Zusammenfassung der DFB-Schiedsrichterzeitung 2/2019

Mit reichlich Verspätung hier die kurze Zusammenfassung der DFB-Schiedsrichterzeitung 2/2019. Die Fragen aus der Schiedsrichterzeitung finden sich schon längt auf schiedsrichtig.de, welche Themen die Schiedsrichterzeitung für die Monate März und April 2019 sonst noch so für den interessierten Leser parat hat lest ihr hier.

Im Vorwort erfahren wir, dass im September neue Strukturen für den Schiedsrichter-Bereich im DFB verabschiedet werden. Was genau da passiert und in welcher Art und Weise das auch Auswirkungen auf den Amateurbereich haben wird werden wir mitbekommen und sicherlich auch früher oder später in einer der späteren Ausgaben der Schiedsrichter-Zeitung in diesem Jahr auch lesen können.

Darüber hinaus nimmt der Rückblick auf das 5-tägiges Trainingslager der Schiedsrichter der 1. und 2. Bundesliga im portugiesischen Lagos einen großen Teil ein. Ein Trainingslager vollgepackt mit Praxis sowie theoretischen Seminaren und Schulung. Natürlich war das Video-Assistent hier wieder im Fokus, insbesondere wegen seiner Einführung in der 2. Liga zur kommenden Saison. Geübt wurde in Live-Trainingsspielen. Auch das DFB-TV war mit im Trainingslager dabei da der DFB die Schiedsrichter betreffend zukünftig offener und besser kommunizieren möchte (siehe hierzu auch das tolle Video zum Videoassistenten). Wie anstrengend diese 5 Tage auch für die Schiedsrichter-Elite tatsächlich waren lässt die Schilderung eines typischen Tagesablaufs von Bibiana Steinhaus in der Schiedsrichterzeitung gut erahnen.

Auch in die Themen Kommunikation per Körpersprache war Thema im Trainingslager. Die neun zentralen Merksätze, die Kommunikationsexperte Stefan Spies den Schiedsrichtern für die Rückrunde mit auf den Weg gegeben hat sind meiner Meinung nach fast alle auch auf den Amateur-Bereich übertragbar. Deshalb hier ein Auszug, die komplette Liste findet ihr in der Schiedsrichterzeitung:
– Überflüssige Bewegungen senken die Souveränität. Klare Gesten vermitteln klare Botschaften.
– Zurückweichen zeigt Respekt. Stehen schafft Respekt.
– Nähe schafft Betroffenheit. Abstand schafft Übersicht.
– Nicht-Anblicken senkt Respekt. Anblicken schafft Wertschätzung.
– Negative Stimmung kann Spannung fördern. Positive Stimmung kann entwaffnen

Aber es gab auch noch Themen außerhalb des Trainingslager der Bundesliga-Schiedsrichter, u.a. einen Workshop der Schiedsrichter mit Sportjournalisten, dem dem die Themen VAR und Regelauslegung thematisiert wurden. „Diese Form des Dialogs ist […] enorm wichtig“ denn schließlich sollten die Medienvertreter auch der Regeln mächtig sein bevor Sie von einem Millionen-Publikum falsche Behauptungen aufstellen und somit eine falsche Stimmung gegen den Schiedsrichter erzeugen. Soll es alles scho gegeben haben 😉

Von Umgang mit den Sportjournalisten geht es fast nahtlos über zur Halbzeittagung der Schiedsrichterinnen mit dem Schwerpunkt „Umgang zwischen Unparteiischen und Trainern“, wo Verständnis aber auch klare Grenzen wichtig sind. Gut und interessant, dass auch ein Trainer auf der Halbzeittagung seine Sicht der Dinge äussern konnte und somit beide Sichtweisen in einer konstruktiven und gegenseitig Verständnis schaffenden Atmosphäre aufeinanderprallten. Dieser gemeinsame Austausch sollte meiner Meinung nach auch im Amateurbereich gefördert werden, denn „schließlich wollen wir alle das Gleiche, nämlich gemeinsam den […] Fußball weiterentwickeln“ (Daniel Kraus, Trainer der Frauen-Fußballmannschaft SGS Essen).

Weiter geht es in der Ausgabe 2/2019 der DFB-Schiedsrichterzeitung mit der 1. Teil der Serie über den modernen Schiedsrichter-Assistenten. Die Assistenten im den Profi-Ligen sind heutzutage Spezialisten auf ihrem Gebiet aber auch die Anforderungen an den früheren „Linienrichter“ haben sich gegenüber früher massiv gewandelt. Insbesondere ist der Aufgabenbereich größer geworden, ein guter Assistent muss wissen wann der Schiedsrichter ihn braucht und wann nicht. Wichtig ist das Auftreten als Team mit klarer Absprache und klarer Aufgabenverteilung. Jeder hat Verantwortung, sollte aber auch seine Kompetenzen nicht überschreiten.

Der DFB-Lehrbrief Nr. 83 beschäftigt sich indes mit Entscheidungen im Strafraum, Letzterer ja oftmals verbunden mit einem Strafstoß und damit mit der härtesten Spielstrafe im Fußball. Und auch die Besprechung aktueller Szenen aus der Bundesliga greift das Thema Strafstoss und Verhalten beim Strafstoß auf.

Weitere Themen dieser Ausgabe:

  • Bibiana Steinhaus wieder Weltschiedsrichterin des Jahres 2018
  • Schiedsrichter-Streik in Griechenland wegen Gewalt gegen Schiedsrichter
  • Regelfragen, alle bereits verfügbar auf www.schiedsrichtig.de
  • Blick über den Tellerrand hinaus: Was können Fußball-Schiedsrichter von Handball-Schiedsrichtern lernen und umgekehrt?
  • News aus dem Verbänden

Die Länge dieser Zusammenfassung lässt schon erahnen, dass die DFB-Schiedsrichterzeitung 2/2019 wieder einmal sehr abwechslungsreich geworden ist und daher wieder einmal sehr zur Lektüre empfohlen werden kann. Die DFB-Schiedsrichterzeitung 2/2019 kann hier online durchgeblättert sowie als PDF-Datei heruntergeladen werden. Zugriff auch auf die alten Ausgaben gibt es hier.

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