Weltmeisterschaft 2018 – Rückblick Schiedsrichteransetzungen

Die Weltmeisterschaft 2018 ist vorbei. An- und abgepfiffen wurde sie von Nestor Pintana aus Argentinien, der damit auf insgesamt 5 Partien als Hauptschiedsrichter kam. Dicht gefolgt vom Niederländer Björn Kuipers und dem Iraner Alireza Faghani mit jeweils 4 Spielleitungen. Lasst uns gemeinsam kurz auf die Schiedsrichter(einsätze) bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland schauen.

Insgesamt nominierte die FIFA 36 Schiedsrichter aus allen Kontinenten. Dazu noch die Schiedsrichterassistenten sowie zahlreiche Videoassistenten. Aus Deutschland reisten Dr. Felix Brych (Schiedsrichter), Mark Borsch (Schiedsrichterassistent), Stefa Lupp (Schiedsrichterassistent), Bastian Dankert (Videoassistent) und Felix Zwayer (Videoassistent) nach Russland.

Von den ingesamt 36 Schiedsrichter kamen bei den ingesamt 64 Spielen insgesamt 28 Schiedsrichter zum Einsatz. Damit blieben 8 Schiedsrichter komplett ohne Einsatz als Hauptschiedsrichter und agierten wenn überhaupt als 4. Offizieller.

Hier nun zunächst die Einsatzstatistik der Schiedsrichter sortiert nach Anzahl der Spiele sowie alphabetisch. „A“ steht dabei für ein Achtelfinale, „V“ für ein Viertelfinale und „H“ für ein Halbfinale. Die Spiele ohne Zusatz waren alle allesamt Gruppenspiele.

Schiedsrichter Anzahl Spiele und konkrete Spiele
Néstor Pintana (Argentinien) 5 14.06. – Russland – Saudi-Arabien
27.06. – Mexiko – Schweden
01.07. – Kroatien – Dänemark (A)
06.07. – Uruguay – Frankreich (V)
15.07. – Frankreich – Kroatien (Finale)
Alireza Faghani (Iran) 4 17.06. – Deutschland – Mexiko
27.06. – Serbien – Brasilien
30.06. – Frankreich – Argentinien (A)
14.07. – Belgien – England („kleines“ Finale)
Björn Kuipers (Niederlande) 4 15.06. – Ägyten – Uruguay
22.06. – Brasilien – Costa Rica
01.07. – Spanien – Russland (A)
07.07. – Schweden – England (V)
Cüneyt Çakir (Türkei) 3 15.06. – Marokko – Iran
26.06. – Nigeria – Argentinien
11.07. – Kroatien – England (H)
Andrés Cunha (Uruguay) 3 16.06. – Frankreich – Australien
20.06. – Iran – Spanien
10.07. – Frankreich – Belgien (H)
Malang Diedhiou (Senegal) 3 17.06. – Costa Rica – Serbien
25.06. – Uruguay – Russland
02.07. – Belgien – Japan (A)
Mark Geiger (USA) 3 20.06. – Portugal – Marokko
27.06. – Deutschland – Südkorea
03.07. – Kolumbien – England (A)
Milorad Mažić (Serbien) 3 23.06. – Südkorea – Mexiko
28.06. – Senegal – Kolumbien
06.07. – Brasilien – Belgien (V)
Cesar Arturo Ramos (Mexiko) 3 17.06. – Brasilien – Schweiz
24.06. – Polen – Kolumbien
30.06. – Uruguay – Portugal (A)
Sandro Ricci (Brasilien) 3 16.06. – Kroation – Nigeria
26.06. – Dänemark – Frankreich
07.07. – Russland – Kroatien (V)
Gianluca Rocchi (Italien) 3 15.06. – Portugal – Spanien
24.06. – Japan – Senegal
02.07. – Brasilien – Mexiko (A)
Damir Skomina (Slowenien) 3 19.06. – Kolumbien – Japan
28.06. – England – Belgien
03.07. – Schweden – Schweiz (A)
Enrique Cáceres (Paraguay) 2 19.06. – Russland – Ägypten
25.06. – Iran – Portugal
Ravshan Irmatov (Usbekistan) 2 21.06. – Argentinien – Kroatien
25.06. – Spanien – Marokko
Antonio Miguel Mateu Lahoz (Spanien) 2 21.06. – Dänemark – Australien
26.06. – Island – Kroatien
Szymon Marciniak (Polen) 2 16.06. – Argentinien – Island
23.06. – Deutschland – Schweden
Wilmar Roldán (Kolumbien) 2 18.06. – Tunesien – England
25.06. – Saudi-Arabien – Ägypten
Janny Sikazwe (Sambia) 2 18.06. – Belgien – Panama
28.06. – Japan – Polen
Nawaf  Shukralla (Bahrain) 2 19.06. – Polen – Senegal
28.06. – Panama – Tunesien
Clément Turpin (Frankreich) 2 20.06. – Uruguay – Saudi Arabien
27.06. – Schweiz – Costa Rica
Joel Aguilar (El Salvador) 1 18.06. – Schweden – Südkrorea
Dr. Felix Brych (Deutschland) 1 22.06. – Serbien – Schweiz
Matthew Conger (Neuseeland) 1 22.06. – Nigeria – Island
Bakary Gassama (Gambia) 1 16.06. – Peru – Dänemark
Ghead Grisha (Ägypten) 1 24.06. – England – Panama
Mohammed Abdullah Hassan (Vereinigte Arabische Emirate) 1 21.06. – Frankreich – Peru
Sergei Karasev (Russland) 1 26.06. – Australien – Peru
Jair Marrufo (USA) 1 23.06. – Belgien – Tunesien

Nicht nur für die deutsche Nationalmannschaft, sondern auch für das deutsche Schiedsrichterteam um Dr. Felix Brych verlief die Weltmeisterschaft alles andere als zufriedenstellend. So durfte er erst als 24. Schiedsrichter ins Turnier eingreifen und wurde dann mit der Leitung des wahrscheinlich (politisch) brisantesten Spiels des Wettbewerbs betraut: Serbien – Schweiz. Dieses Spiel leitete er aus meiner Sicht eigentlich bis auf eine Situation hervorragend – aber den Elfmeter für Serbien nachdem der Serbe Mitrovic gleich von zwei Schweizern zu Boden gerungen wurde muss man geben (das legimiert aber in keinster Weise die späteren verbalen Entgleisungen der Spieler und Offiziellen). Das war vermutlich aus der ausschlaggebende Grund dafür, dass der aktuelle Weltschiedsrichter mit nur 1 Einsatz wieder die Heimreise antreten musste. Schade, denn an der Qualität von Felix Brych gibt es keine Zweifel.

Nach seiner Wahl zum Weltschiedsrichter des vergangenen Jahres und u.a. der Spielleitung der Champions-League-Finales hätte die WM noch eines der letzten Highlights seiner Karriere werden können und er hatte durch das frühe Ausscheiden theoretisch sogar Chancen bis ins Finale. Da er Baujahr 1975 ist wird er in 4 Jahren in Katar nicht mehr dabei sein da er dann 47 Jahre wäre und damit älter als die Altergrenze für FIFA-Schiedsrichter. Mal schauen wer dann für Deutschland in seine Fußstapfen als WM-Schiedrichter tritt.

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