DFB-Schiedsrichterzeitung 3/2018 erschienen

Die letzten Wochen und Monate waren etwas stressig wie man auch an den leider wenigen neuen Beiträgen hier im Blog sieht. Und so komme ich auch jetzt dazu wie immer die aktuellste Ausgabe der DFB-Schiedsrichterzeitung kurz zusammenzufassen – auch wenn diese schon vor einer Weile erschienen ist und vermutlich von vielen Lesern in der Zwischenzeit auch schon konsumiert wurde.

Die Ausgabe steht wenig überraschend ganz im Zeichen der anstehenden WM. So gibt es einen längeren Bericht über „unseren“ Spitzen- und WM-Schiedsrichter Felix Brych, eine Übersicht der WM-Schiedsrichter aus der ganze Welt und einen historischen Rückblick über die deutsche WM-Schiedsrichter seit 1934 mit zahlreichen Geschichten dahinter. Dabei fällt auf, dass in diesem Jahr das erste Mal seit 1938 kein englischer Schiedsrichter zur WM fährt. Ob dies ausschließlich sportliche oder wie manche Medien mutmaßen auch politische Gründe hat wird wohl ein Geheimnis bleiben, Kandidaten, die wir auch aus den europäischen Top-Wettbewerben kennen, gab es eigentlich genug.

Für die Lehrarbeit steht in der Ausgabe 3/2018 der DFB-Schiedsrichterzeitpunkt das Thema „Freistoß“ und dort u.a. die Unterscheidung zwischen direktem und indirektem Freistoß im Mittelpunkt. Faustregel ist hier ja immer, dass es bei jedem Kontaktvergehen also z.B. Foulspiel oder absichtliches Handspiel den direkten Freistoß respektive einen Strafstoß gibt und bei Unsportlichkeiten wie Meckern oder Spielverzögerung den indirekten Freistoß. Mit der letztjährigen Verschärfung bei Vergehen von Auswechselspielern und Offiziellen auch außerhalb des Spielfeld ist es hier aber mittlerweile etwas komplizierter.

Auf die neue Kategorie Ich erklär’s mal auf der DFB-Internetseite hatte ich vor einiger Zeit hier im Blog schon hingewiesen, jetzt wird auch in der Schiedsrichterzeitung noch einmal erläutert welche Intension dahintersteht.

Solche Erklärung sind auch immer etwas Fortbildung und helfen bei ähnlichen Situationen in der eigenen Spielleitung korrekt und sicher zu agieren. Damit Fortbildung funktionieren kann müssen die Lehrwarte und Obleute entsprechende Kompetenzen aufweisen, um das Wissen und die Anweisung vermitteln zu können. Auch hier ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, sondern es bedarf Erfahrung und Schulungen wie eben jener, die 3 Tage lang in Bremen stattfand und die in der aktuellen Ausgabe noch einmal zusammengefasst wird.

Weitere Themen:

  • Plötzlich vierter Offizieller – Wie schnell man das Bier in der Hand gegen die Auswechseltafel tauschen kann
  • Regelfragen zu Vergehen beim Strafstoß, übrigens natürlich auch schon auf www.schiedsrichtig.de
  • Besprechung interessante Szenen aus der Bundesliga, z.B. den indirekten Freistoß gegen einen Torwart, der ein Ball sicher hätte fangen können, diesen aber prallen ließ und später erst mit der Hand aufnahm
  • Interview mit Udo Penßler-Beyer, innerhalb der DFB-Schiedsrichterkommission Amateure verantwortlich für die Obleute-Schulungen
  • Abschied von Helga Müller, die 39 Jahre im Hintergrund beim DFB auch für die Schiedsrichterabteilung tätig war
  • News aus den Verbänden

Die DFB-Schiedsrichterzeitung 3/2018 steht wie immer auf den Seite des DFB zum Durchblättern und zum Download zur Verfügung. Und auch bis zur nächsten Ausgabe ist es gar nicht mehr lange hin, denn diese erscheint schon während der WM am 25. Juni. Berichte und Erkenntnisse zur WM werden darin sicher nicht enthalten sein, dafür wird das Thema „Videobeweis“ und die Erfahrungen nach 2-jähriger Testphase eine große Rolle spielen. Und die Zusammenfassung der DFB-Schiedsrichterzeitung 4/2018 wird dann hoffentlich deutlich schneller hier im Schiedsrichtig-Blog verfügbar sein.

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