Ich erklär’s mal – neue News-Kategorie auf der DFB-Internetseite

Speziell beim Thema Videobeweis muss sich der DFB ja oft den Vorwurf der Intransparenz gefallen lassen. Im Stadion erfolgt z.B. keine visuelle oder auditive Erklärung einer Intervention durch den Video-Assistenten und auch im Nachgang ist die Kommunikation eher vage. Der Verbesserungsbedarf scheint erkannt, denn schon seit Beginn versucht der DFB in der offiziellen Facebook-Gruppe DFB-Schiedsrichter immer wieder mit Erklärungen strittiger Szenen aber aber Einblicke hinter die Kulissen etwas weniger unnahbar zu wirken. Zusätzlich gibt es nun auch auf der offiziellen DFB-Homepage im News-Bereich in der Kategorie Schiedsrichter eine neuen Kategorie „Ich erklär’s mal…“, in der strittige Szenen aufgeklärt und damit Einblick in die Entscheidungsprozesse gegeben werden soll.

Den Beginn in der neuen Kategorie „Ich erklär’s mal…“ macht der Beitrag mit Erklärungen zu 3 strittigen Szene des 25. Spieltags der Saison 2017/18:

  • das Abseitstor vom Hamburger Kostic und die Erklärung warum der Assistent trotz deutlicher Abseitssituation die Fahne unten ließ und das Tor erst nach der Intervention des Video-Assistenten annulliert wurde
  • der falsche Eckback für Eintracht Frankfurt mit anschließendem Tor und warum es korrekt war, dass der Video-Assistent nicht eingegriffen hat und das Tor letztlich zählte
  • das vermeintliche (?) Abseits vom Dortmunder Reus und warum auch hier kein Eingriff von außen erfolgte

Diese neue Offenheit und Transparenz finde ich löblich und gut. Bleibt nur noch die Hoffnung, dass auch kritische Fans und Verantwortliche diese Beiträge lesen und spätestens mit etwas Abstand zum Spiel respektieren und akzeptieren. Oder wie es Collinas Erben sich in ihrer Kolumne zum 25. Spieltag wünschen: Mehr Vertrauen ein die Schiris, bitte!

Und natürlich sollte diese Offenheit und Transparenz kein Strohfeuer, sondern dauerhaft sein – auch wenn mich schon jetzt etwas stört, dass jede Antwort scheinbar zwanghaft mit „Ich erklär’s mal“ beginnen muss. Schließlich müssen wir uns nach der Entscheidung des IFAB vom Wochenende, den Videobeweis in die Fußballregeln aufzunehmen (bisher befinden wir uns ja offiziell immer noch in der Testphase), auch zukünftig auf derartige Diskussionen einstellen. Da kann „echtes“ und korrektes Hintergrundwissen nicht schaden – vor allem für den eine oder anderen „Experten“ im Sky-Studio oder beim Doppelpass auf Sport1, der am vergangenen Wochenende mit Falschwissen anstatt Kompetenz glänzte.

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