Die obligatorische Schiedsrichter-Grundausstattung

Neben der Regelkenntnis und der körperlichen Fitness braucht es dann doch so einiger Dinge, die zur Grundausstattung gehören sollten. Hier mal eine Auflistung, was meiner Meinung nach in der Sporttasche eines Schiedsrichters nicht fehlen darf und welche darüber hinaus noch sinnvoll ist.

Hier zunächst die Dinge, die für mich zur obligatorischen Grundausstattung gehören.

Schiedsrichter-Trikot(s) inkl. Hose und Stutzen

Da Schwarz bekanntlich die Farbe des Schiedsrichters ist liegt man mit einem schwarzen Trikot nie verkehrt – im Zweifel müsste sich eine Mannschaft umziehen bzw. Leibchen anziehen. Da es aber immer etwas problematisch sein kann schon vor dem Spiel Diskussionen mit einer Mannschaft zu haben empfehle ich grundsätzlich Trikots inn mindestens 2 Farben mit dabei zu haben (eines davon in Schwarz). 2 Trikots inkl. passender Hose und Stutzen der aktuellen Kollektion kosten schnell rund 100 €. Günstiger gibt es ältere Kollektionen meist bei eBay oder Amazon oder ihr fragt – insbesondere als Neulinge – auch mal ältere Schiedsrichter-Kameraden, die evtl. alte Trikots auch gerne kostenlos verschenken.

Schuhe

Ob Stollen oder (Multi-)Nocken ist Geschmacksache und bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Ich habe immer beide dabei, pfeife aber bestimmt 90 – 95 % meiner Spiele mit Multinocken weil ich mich darin wohler fühle. Auf Asche-, Kunstrasen- oder im Sommer manchmal bockelharten Rasenplätzen geht meiner Meinung nach nichts über Multinocken wenn man nach dem Spiel keine Knieschmerzen haben möchte. Egal welcher Typ und welche Marke: die Grundfarbe sollte schwarz sein. Schließlich soll der Schiedsrichter wegen seiner guten Leistung und nicht wegen seiner bunten Schuhe in Erinnerung bleiben.

Warmlauf-Shirt

Ich habe kurz überlegt ob ich das Warmlauf-Shirt der obligatorischen oder der optionalen Grundausstattung zuordnen soll. Aber ebenso wie sich die Spieler i.d.R. nicht in ihren Trikots warm machen, sollte auch der Schiedsrichter sich nicht unbedingt in seinem Trikot warmlaufen. Als Warmlauf-Shirt eignet sich ein neutrales T-Shirt ohne „dumme“ Sprüche und idealerweise auch ohne, dass der eigenen Verein auf dem Rücken steht. Im Winter darf es natürlich auch eine Trainingsjacke sein.

Pfeife

Nicht fehlen darf natürlich unser obligatorischen Arbeitsgerät, die Pfeife. Schiedsrichterpfeifen gibt es mittlerweile in ganz unterschiedlichen Formen und Farben, welche man nimmt ist auch hier wieder einmal Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass es sich nicht um eine Trillerpfeife handelt. Zum Einen hat die Pfeife keinen „schönen“ (weil trillernden) Ton, zum Anderen kann sich der Ball in Pfeife verkannten und man bekommt dann keinen Ton mehr raus. Nahezu alle Schiedsrichterkameraden, die ich kenne, benutzen eine Pfeife des Herstellers Fox. Ich selber habe eine Fox 40 Mini, darüber hinaus gibt es z.B. noch die etwas größere Fox 40 Classic oder die Fox 40 Pearl. Die Fox 40 Mini hat für mich den schönsten Ton. Für die Pfeife kann man sich dann evtl. eine Pfeifenschnur kaufen ode man hängt 2 Pfeifen zusammen, sodass man eine fest in der Hand hält und ich die andere reinpfeifen kann. Nur mir einer Pfeife in der Hand herumzulaufen ist nicht empfehlenswert da diese dann umständlich zu halten ist.

Schiedsrichteruhr

Die Uhr ist das einzige „Schmuckstück“, das der Schiedsrichter auf dem Feld tragen darf. Ansonsten gelten für ihn dieselben Regeln wie für die Spieler. Die Uhr ist schon deshalb obligatorisch weil sich der Schiedsrichter die Personalstrafen, Auswechslungen und Tore mit Angabe der Minute notieren muss. Ich habe momentan eine adias ADP6094 (einen Erfahrungsbericht über die adidas ADP6094 findet ihr hier) als Hauptuhr sowie meine alte Casio F-91W als Ersatzuhr – auch die Ersatzuhr ist wichtig falls die Batterie der Hauptuhr mal leer geht. Das Handy als Uhrersatz – ja, das hat es schon gegeben – ist übriges nicht erlaubt.

Wählmarke/-münze

Egal ob zur Platzwahl oder zur Bestimmung des 1. Schützen beim Elfmeterschießen: die Wählmarke/-münze ist gemäß den offiziellen Fußballregeln des DFB obligatorisch. So heißt es u.a. in Kapitel 8: „Das Team, das beim Münzwurf gewinnt, entscheidet, auf welches Tor es in der ersten Halbzeit spielt.“. Packt also die „Münze“ immer mit ein egal ob es sich um die weit verbreitete zweifarbige Plastik-Wählmarke, eine echte Münze oder notfalls auch z.B. um ein 2-Euro-Stück handelt.

Gelbe und Rote Karte

Versteht sich denke ich von selbst. Wie auch bei der Pfeife gilt: am besten hat man mehr als nur 1 jeweils Karte in der Sporttasche dabei falls mal eine verloren geht.

Spielnotizkarte

Rein theoretisch würde auch ein Fresszettel ausreichen, um sich die wichtigsten Infos zu Toren, Torschützen, Personalstrafen und Auswechslungen aufzuschreiben. Aber ich kenne niemanden, der das so macht. Stattdessen nutzt man Spielnotizkarten, die es in unterschiedlichen Designs gibt. Ich benutze aktuell Spielnotizkarten von SZ24, die mir alle nötigen Notizen übersichtlich und bequem erlauben.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch ein paar andere Spielnotizkarten anderer Anbieter, man sollte einfach schauen womit man am Besten zurecht kommt:

Egal wofür man sich entscheidet – es empfiehlt sich die Spielnotizkarten nach Spielende noch etwas länger aufzubewahren falls es mal Rückfragen z.B. von der Sportgerichtsbarkeit gibt. Manchmal versuche Vereine z.B. Platzverweise anzufechten weil vermeintlich der falsche Spieler des Feldes verwiesen wurde. Auch ich hatte schon einmal den Fall, dass ich nach dem letzten Spieltag gebeten wurde noch einmal die Torschützen zu bestätigen weil es im Kampf um die Torschützenkanone um 1 Tor ging und der damialige Torschützenkönig im letzten Spiel noch einmal sehr oft getroffen hatte – meine Spielnotizkarte bestätigte letztlich die vielen Tore und damit die Torschützenkanone.

Kugelschreiber/Bleistift

Auch hier ist es wieder Geschmacksache ob man lieber einen Kugelschreiber oder einen Bleistift verwendet. Ich benutze eigentlich immer einen Kugelschreiber. Egal für was man sich entscheidet, ein Schreibgerät inkl. Ersatz falls mal etwas kaputt geht gehört in jede Sporttasche.

DFB-Regelheft

Gibt doch mal Zweifel an einer Regel- oder Regelauslegung so ist es immer praktisch schnell mal im DFB-Regelheft nachschauen zu können. Theoretisch geht das heutzutage auch schon online – die das aktuelle DFB-Regelheft – aber das papierne Regelheft ist unabhängig vom Handyempfang und einem (mobilen) Endgerät mit einem Griff aus der Sporttasche geholt. Das jeweils aktuelle Regelheft wird i.d.R. zu Saisonbeginn in den Lehrabenden verteilt.

* Affiliate-Link

Werbeblock: Werbepartner beachten und diesen Blog unterstützen

One thought on “Die obligatorische Schiedsrichter-Grundausstattung”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.